Hallo,
@HSP-Python: Du wurdest bereits mehrmals darauf hingewiesen, Verniedlichungen wie Terri etc. zu unterlassen - also halte Dich bitte daran!
Zitat:
Ich weiß ja nicht wie das andere Handhaben aber nasses / frisches Holz kommt mir nicht in die Terris.
Aufgrund der Kleintiere etc. die man sich da so mit in die Terrarien holt würd ich dir empfehlten den Ast zu trocknen, einfrieren am besten aber kochen...was anderes kommt zumindest bei mir nicht rein.
Kleines Geäst kommt in den Topf, großeres in die Truhe^^
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Und damit bist Du schon mal gewaltig auf dem "Holzweg". Einfrieren wirkt nämlich bei vielem (gerade Parasitendauerstadien) gar nix. Vergebene Mühe - außer vielleicht die Nerven beruhigt.
Abgesehen davon kommen zwar einige Parasiten in der Natur häufiger vor (Würmer, Milben, Zecken), aber andere zB kaum bis gar nicht, denn diese kommen (fast) nur in der "künstlichen" Terrarienhaltung vor. Ein Grund mag - wie auch zB bei der Nutztierhaltung - der hohe Infektionsdruck auf geringem Raum sein, der in der Natur wegfällt. Und wenn Du Dir zB Bodenmilben einfängst ist das kein Problem - die bekommst sogar als Geschenk bei Blumenerde aus dem Baumarkt mit, oder bei so mancher Einstreu. Auch diese machen den Reptilien nichts. Die ganz Fiesen kommen dafür fast nur in der Terrarienhaltung vor, bzw. sind nur dort nachgewiesen worden (Kryptosporidien).
Es ist also weniger gefährlich für die Reptilien - vom Hygienestatus betrachtet -, wenn Du Dir Sachen aus der Natur holst, als wenn Du sie aus dem Zoofachhandel kaufst, da eine parasitäre Übertragung dort eher wahrscheinlich ist.
Gehen wir mal weg von den Parasiten. Was für reptilienpathogene Viren willst Du Dir bei uns in der Natur einfangen? Eine Übertragung ist - aufgrund der Morphologie und Resistenz der Viren) da recht unwahrscheinlich bis ausgeschlossen.
So zu den Bakterien: Zumindest bei Schlangen ist nachgewiesen, dass sie die meisten pathogenen Bakterien beherbergen und damit gut leben. Nur bei - wie Kuwalsky bereits geschriebne hat - anderen externen Faktoren (Stress, falsche Haltungsparameter...) kommt es zu einer erhöhten Vermehrung und dann zum Ausbruch einer Krankheit (zB Pneumonie, wobei diese auch parasitären Ursprungs sein kann).
Wenn Du also Äste aus dem Wald etc. holst, diese gut abspühlst sind die Käfer und etwaiges anderes unerwünschtes weg und gut ist es. Spritzmittel wären dann auch weg.
Was Du nämlich vergisst, nicht nur einfrieren bringt bei einigen Parasiten nichts, sondern auch die Händedesinfektion bzw. Flächendesinfektion mit Chlor oder Alkohol - da lachen die drüber. Da ist gründliches händewaschen mit einer Seife wesentlich effektiver, da sie zwar nicht inaktiviert werden, aber zumindestens abgespühlt.
Und jetzt kommt der overkill für Dich: Sogar kurzfristige Hitze wird von einigen Parasitendauerstadien gut vertragen, d.h. einfach kurz auskochen mit vielleicht einmal effektiven 80°C geht da ins leere.
Und reden wir erst gar nicht über die Futtertiere - die sind so wie sie sind sogar eine Gefahr für Dich, da sie voll mit Parasiten sind (Würmern), die auf Dich übergehen können, wenn Du nicht hygienisch arbeitest.
Du siehst, Du sattelst bei so gut wie allem das Pferd von hinten auf - dort wo es Gefahrenpotential gibt, übersiehst Du es mangels wissen, dort wo so gut wie keines vorhanden ist, machst Du eines draus.