Hallo @All!!
Hab eine Nachricht bekommen von Bekannten die am 06.12.09 auf der Börse in Budapest waren.
Hoffe damit ein wenig zum Nachdenken anregen zu können und einige Reptilienhalter die nur die Börsen in St.Pölten und Wien kennen mal einen kleinen einblick zu verschaffen wie es auf Börsen im Ausland (zb. ehemaliger Ostblock) oftmals zugeht!
Speziell aber auch für diejenigen die bei Börsen in Österreich und Deutschland wegen ihrer angeblichen Tierquälerei ( zu kleine Behälter usw.) an den Austellungstagen immer entsetzt aufschreien!
Hier der Text !
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also wir waren ja heute in budapest, falls es euch interessiert, hier ein paar sachen, die erzählt werden müssen:
von der größe her vergleichbar mit liesing, übliches wie nen arschvoll bartis, kornis und spinnen. sonst normales ... schlangen, geckos, a bissal zubehör etc. alles preislich wie in st. pölten oder liesing eben.
futtertiere also heuschrecken, heimchen, schaben, mehlwürmer, zophobas, etc. in allen größen sowie in allen verpackungsgrößen zu wirklich tollen preisen. zB. 50 mittlere heuschrecken umgerechnet € 3,80.
bei den futtertieren haben wie auch ordentlich zugeschlagen.
aber jetzt zu dem, an dem ich immer noch kiffel, das hat mich so erschüttert, echt der hammer!!
chamäleons, jemen als auch panther, in unmengen ... die jemen waren in allen größen bis ca.
subadult-größe in wirklich kleinen boxen verfrachtet. je nach aussteller waren die tiere echt erbärmlich untergebracht. babypantherchamäleons waren in den kleinen weissen runden boxen drinnen, die man für kleine pfeilgiftfrösche nimmt. oft nichtmal ein ästchen drin, sondern nur ein stückchen küchenrolle und das wars. die kleinen standen auf den hinterbeinen, richteten sich auch und versuchten sich erfolglos irgendwo festzuhalten.
ich stand bei einem stand, wo vater dem sohnemann ein jemen gekauft hat, der verkäufer kam mit einer geobox (zwar die große, aber flache) daher, öffnete sie und da saßen an die 20 jemenchamäleons drin. hier waren ein paar äste drin, aber da es soviele tiere waren, saßen sie aufeinander und hielten sich ineinander fest. die jemen, schätzungsweise ein halbes jahr jung, großteils mit eingefallenen augen und natürlich völlig gestreßt und schwarz.
der verkäufer nahm mit einem griff 4 raus und drückte sie dem jungen in die hand "na such dir eines aus, aber das würde ich dir empfehlen"
das empfohlene tiere schaute richtig krank aus, man konnte das gesamte gerippe sehen ... und eingepackt wurde es in eine flache kleine weisse box, in der in st. pölten die taggeckos drin sind.
also richtig mies und echt trauig das ganze ... ich packs noch immer nicht.
und das zweite, was mich fertig gemacht hat ... grüne leguane ... gute 15-20 tiere mit kopfrumpflänge von ca. 20-25 cm in einem flexarium eingepfercht ... und verkauft wurden die armen um gerade mal 19 euro pro stück!!!
alle hingen irgendwie an dem gitter, richtig apathisch ... der absolute wahnsinn.
leider hat uns das heute gezeigt, dass im osten leider immer noch richtig erbärmliche zustände herrschen. was man so hört, was die leute dort reden und erzählen von deren tierhaltung.
nur zu verständlich, warum es eine börsenordnung gibt und eben chamäleons dort nicht hingehören! wenn man hier im forum liest, wie erbärmlich manche die börsen in österreich und deutschland finden (tiere in kleinen boxen eingesperrt) ... die kennen die zustände hier nicht (da sind die boxen noch mal um ein großes eck kleiner! also richtig eingepfercht!).
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Der Hammer, oder?