Immer häufiger werden sogenannte Kurse angeboten, die "Anfängern" den Einstieg in die Schlangen-, aber auch Giftschlangenhaltung erleichtern sollen. Über die sinnhaftigkeit solcher kurse wurde viel diskutiert (auch bei uns) und ich hab mir jetzt einmal die "bekanntesten" Anbieter angeschaut, bzw. vor einem Jahr bei einem von ihnen einen solchen Kurs absolviert.
Werner Strassmann (vlt bekannt aus Wildes Wohnzimmer) leitet in Zürich Schlangen- und Giftschlangenkurse, aber auch Seminare in denen Angst vor Schlangen abgebaut werden soll. Normalerweise dauern die Kurse sechs 2 stündige einheiten, können aber für Nicht-Schweizer (also "touristen") auch an einem Wochenende mit vier 2 stunden einheiten (mit mittgspause) gekürzt werden.
Laut eigenen Aussagen hat er schon seit seinem 5. Lebensjahr Kontakt zu Schlangen und anderen Reptilien und arbeitete auch als Tierpfleger.
Der Kurs ist absolut auf SICHERHEIT aufgebaut, also die Sicherheit im Terrarienraum und das Notfallkonzept wird ausfürlichst durchgekaut. Weiters werden bei ihm (im kurs, sonst kA) alle Terrarien mit dem Haken geöffnet und Tiere nie mit den Händen angefasst (also Tailing verboten!!!). Das Fixieren hinter dem Kopf wurde in diesem Wochenendkurs nur gezeigt aber nicht geübt, genauso wie die Zwangsernährung einer kleinen Giftschlange, mit der Begründung, das dies für den Einsteiger nicht essentiell ist und er sich im Notfall unterstützung holen sollte.
Dazu muss allerdings gesagt werden, dass er auch nach dem Kurs immer noch für Fragen und Anregungen bereit steht und einen auch noch witerhin unterstützt.
(genauere Ausführungen im Artikelaarchiev)
Link:
http://www.reptiles.de/index.htm
Der nächste "Anbieter" ist Roger Aeberhard (ebenfalls Schweizer). Aus seiner Biografie geht hervor, dass er sich sehr überstürzt in die Giftschlangenhaltung begeben hat, man liest, dass er bereits nach einem Jahr Schlangenhaltung mit unter anderem Naja kaouthia, C. vegrandis, und Echis carinatus in die Giftschlangenhaltung eingestiegen ist (alles Tiere mit hochpotentem Gift und sehr flink).
Weiters finden sich auf seiner Hompage Fehler die einem "Giftschlangen-Profi" nicht unterlaufen sollten:
-Elapiden: "Kobras der Familie Naja" (Naja ist eine Gattung)
- weiters behauptet er in einem Schweizer Forum, dass Naja atra nicht fähig wäre zu speien, nach einer Korrektur, durch einen anderen Naja atra Halter und wilden diskussionen, gestand er sich seinen Fehler ein, allerdings sind diese Schlangen bestandteil seines Giftschlangenkurses!!!
bei den Bildern auf seiner Homepage gibt es auch zumindest einen heftigen Fehler beim Fixieren!!!
fixieren einer B.g.rhinoceros
wenn man sich das Bild genau ansieht fällt einem auf, dass der Zeigefinger über das Band der Fixierung ragt und den Kopf vorne niederdrückt.
Wie bekommt man aber das Gerät anschließend weg, wenn der finger vorn fest hält???? Das bild steht in der Rubrik "Themen" beim Giftschlangenkurs.... in meinen Augen ein schwerer Fehler, der hier "angepriesen" wird...
weiters soll es vorkommen, dass dieser Betreiber auch während eines Kurses (in Anwesenheit des Teilnehmers) einen Giftbiss erleidet.
Link:
http://www.snakeparadise.ch/cms/front_content.php
In Österreich gibt es kaum, bis gar keine "Giftschlangenkurse". Frau Happ unterweist Feuerwehrleute und verschiedene Tierpfleger. Auch bei Herrn Hubmann ähnliche Kurse besuchen.
Für meinen Teil kann ich sagen, dass mir dieses Diplom zwar für den Lebenslauf etwas bringt und die Erfahrungen im Kurs bei Herrn Strassmann sehr wertvoll waren, da man schon ein gewisses Gefühl bekommt und speziell am anfang Sicherheit gaanz wichtig ist, da man noch unerfahren ist, jedoch wirklich an den Umgang mit Giftschlangen bin ich erst über meinen "Mentor" (oder wie er sagt El Chefé) gekommen, wo ich wirklich gelernt hab sicher, aber nicht "überängstlich" mit diesen (und anderen) Tieren umzugehen, nämlcih so wie es im "Alltag" möglich ist, schnell, zielführend und SICHER.
Was ich bis jetzt noch in keinem Kurs gesehn bzw. gelernt habe ist das Tailen von Giftschlangen. In einem Kurzen Momenz bevor man den Schwanz in der Hand bzw. die schlange in der Richtigen Position hat ist es heikel, aber hat man das tier dann mit sicherem Griff am Schwanz und im vorderen Körperbereich am Haken ist sie unter Kontrolle. Mit etwas Übung kann ich diese Methode mit absolut ruhigem Gewissen weiter empfehlen (natürlich auch bei ungiftigen, bissigen Schlangen).
Weiters ist Vorsicht immer wichtig, nie die reichweite aber auch unerwartete Zufälle (

, der sich angesprochen fühlt ist gemeint^^) außer acht lassen, seis jetzt beim Füttern, Fotografieren oder einfach nur bei der täglichen Kontrolle (auch wenns nur ein kurzer blick is kanns ins auge gehen)...
Zum Abschluss noch ein Bild, von meinem letzten besuch (daher meine Abwesenheit): darf ich vorstellen: Fred
lg
möchen