Haltungserfahrungen mit Goniurosaurus orientalis - Tonaki Krallengecko
Verbreitung:
Bewohnt die japanischen Inseln Ie, Aka, Tokashiki, Tonaki, Kume und Iheya.
KRL: 84 mm
GL: 160mm
Haltung:
Ich halte meine Tiere momentan 1,1 (ein weiteres Weibchen wird noch integriert werden) in einem 80*40*40 Terrarium mit Korkrück- und Seitenwänden.
Als Bodengrund verwende ich ein Kokoshumus- Erdegemisch mit vielen Verstecken und Struckturierungen, wie z.B. Korkstücke, Totholz und Wurzeln.
Als Bepflanzung nutze ich verschiedene Farne, Efeutute und Golliwoog.
Meine Tiere halten sich am liebsten unter unlackierten Tonhöhlen auf, da hier auch eine hohe Luftfeuchtigkeit und kühlere Temperaturen gegeben sind.
Die Temperatur liegt bei mir tagsüber bei 21°C bis 26°C, von Ende Oktober bis Mitte Februar habe ich die Temperatur von 19 - 23°C gesenkt, wobei ich nächstes Jahr um ein paar Grad tiefer gehen werde.
Nachts und unter den Tonhöhlen ist die Temperatur etwas niedriger.
Luftfeuchtigkeit ist bei 60%, nach dem Sprühen bei etwa 80-90%.
Zucht:
Das Weibchen hatte bei mir 2009 2 Gelege, leider ist mir ein Gelege im Urlaub ausgetrocknet.
Die Eier wurden bei 30,2°C auf Männchen inkubiert und wurden auch beides Männchen.
Die Inkubationsdauer betrug bei 30,2°C ca. 52 Tage
Besonderheiten:
Was ich sehr interessant fand war, dass das Weibchen 1- 2 Tage lang das Gelege bewacht hat, was die Eier Suche sehr erleichterte.
Das Weibchen stellte sich breitbeinig über die frisch eingegrabenen Eier mit hochgestelltem Schwanz und ist mit geschlossenem Maul auf mich zugestoßen, als ich mich den Eiern nähern wollte.
Übrigens waren beide Gelege unter den Tonhöhlen eingegraben, was auf die hohe Luftfeuchtigkeit zurückzuführen ist.
Die Tiere reagieren sehr sensibel auf Streß. Der Schwanz kann innerhalb von Minuten ganz knittrig werden, was einer Rachitis gleicht. Es hat aber nichts mit Calziummangel zu tun und wenn man die Tiere dann in Ruhe läßt, ist der Schwanz am nächsten Tag wieder gerade.
Futter:
Die Tiere nehmen Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Schaben und kleine Wachsmottenmaden an.
Die Lieblingsspeise der Geckos sind aber Kellerasslen, die sich leicht in einer Wanne mit Wald- und Komposterde sowie einigen Korkstücken züchten lassen.
Bis auf die Asseln und Schaben werden die Futtertiere von mir mit Korvimin ZVT+ Reptil und Calciumcitrat bestäubt.
Eine freiwillige Aufnahme von Calcium oder Sepia aus einem Schälchen konnte ich nie beobachten.
Literaturempfehlung:
“Die Lidgeckos” von Seufer, Kaverkin und Kirschner
Ich möchte darauf hinweisen, dass dieser Haltungsbericht auf meinen eigenen Erfahrungen beruht und ich keine Garantie auf Vollständigkeit und Richtigkeit übernehme.
Claudia Schnabl
Für Fragen können sie mich gerne unter
C.Schnabl@gmx.net kontaktieren.